Unternehmen & Investoren

Finanzielle Entlastungsmöglichkeiten

 
Corona-Soforthilfe-Anträge
 
Das Regierungspräsidium Kassel hat zwischenzeitlich eine Ausfüllhilfe zum Corona-Soforthilfe-Antrag veröffentlicht.
 
Diese finden Sie als Download auf https://rp-kassel.hessen.de/corona-soforthilfe.
 
Die Ausfüllhilfe enthält auch eine Auflistung mit Dokumenten, die Sie für die Antragstellung bereithalten sollten. Das Portal ist täglich von 6.00 – 24.00 Uhr erreichbar.
 
Wir empfehlen Ihnen dringend, zunächst die Ausfüllhilfe zu lesen und die dort angesprochenen notwendigen Unterlagen bereitzulegen, da das Online-Formular nach 15-minütiger Inaktivität ungespeichert geschlossen wird. Am Ende der Ausfüllhilfe finden Sie den Link zum eigentlichen Antragsportal.
 

Wichtig: Bitte beachten Sie, dass die Soforthilfe nur auf laufende Betriebsausgaben zielt. Private Lebenshaltungskosten können nicht über die Soforthilfe finanziert werden.

 
Ebenfalls finden Sie dort die FAQ zur Corona-Soforthilfe und die Richtlinie zur Soforthilfe (Download unter https://rp-kassel.hessen.de/corona-soforthilfe-faq).
 
Bitte beachten Sie, dass Sie die Soforthilfen nur dann beantragen können, wenn Ihr Unternehmen durch die Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten ist.
 

Kleinst- und Kleinunternehmen (gewerblich oder freiberuflich) können Soforthilfen beantragen:

  • bis zu 5 Beschäftigte einen Zuschuss in Höhe von 10.000 €
  • bis zu 10 Beschäftigte einen Zuschuss in Höhe von 20.000 €
  • bis zu 50 Beschäftigte einen Zuschuss in Höhe von 30.000 €

Die Mittel sind bereits aus Bundes- und Landesmitteln kumuliert und können in einem Antragsverfahren beantragt werden. Die Beantragung ist seit Montag, den 30.03.2020 auf elektronischem Weg möglich. Das Portal ist täglich von 6.00 – 24.00 Uhr erreichbar.

Eine Ausfüllhilfe zum Corona-Soforthilfe-Antrag mit Link zum eigentlichen Online-Formular finden Sie zum Download unter https://rp-kassel.hessen.de/corona-soforthilfe.

Die FAQ zur Corona-Soforthilfe und die Richtlinie zur Soforthilfe finden Sie zum Download unter https://rp-kassel.hessen.de/corona-soforthilfe-faq.

 

Möglichkeiten zur steuerlichen Entlastung
 

Gewerbesteuer

Beim zuständigen Finanzamt können Anträge auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages für Zwecke der Vorauszahlungen für die Gewerbesteuer gestellt werden. Die Anpassung der Vorauszahlungen bei der Gewerbesteuer und die Stundung von Gewerbesteuern erfolgt auf Antrag durch die Gemeinden vor Ort. Die Gemeinde ist an ‎den ‎Bescheid des Finanzamts gebunden und wird ‎die ‎Gewerbesteuervorauszahlung anpassen.

Bei unmittelbar Betroffenen wird außerdem dem Grundsatz nach bis zum Ende des Jahres von Seiten der Steuerverwaltung auf Vollstreckungsmaßnahmen verzichtet. Dies betrifft beispielsweise mögliche Kontopfändungen. Gesetzlich anfallende Säumniszuschläge werden in dieser Zeit nicht erhoben.

Quelle: https://finanzen.hessen.de/presse/pressemitteilung/hessen-stellt-kurzfristig-75-milliarden-euro-aussicht

 

Umsatzsteuer

Viele Unternehmen zahlen bei der Umsatzsteuer eine sogenannte Sondervorauszahlung, damit sie die monatliche Umsatzsteuer jeweils einen Monat später zahlen dürfen. In der aktuellen Corona-Krise wird den betroffenen Unternehmen geholfen und auf Antrag wird die in 2020 gezahlte Sondervorauszahlung auf ‚Null‘ herabgesetzt. Anschließend erhalten die Unternehmen die bereits gezahlte Steuervorauszahlung erstattet, sofern sie nicht mit anderen Zahllasten zu verrechnen ist. Das geht ganz unbürokratisch mit formlosem Antrag oder am besten über ELSTER.

Quelle: https://finanzen.hessen.de/presse/pressemitteilung/hessen-stellt-kurzfristig-75-milliarden-euro-aussicht

 

Stundung der Beiträge zur Sozialversicherung:

Als ein Mittel zur Liquiditätssteigerung können die Beiträge zur Sozialversicherung gestundet werden, wenn alle anderen Fördermaßnahmen ausgeschöpft sind.

Weitere Informationen unter: https://www.gkv-spitzenverband.de/gkv_spitzenverband/presse/pressemitteilungen_und_statements/pressemitteilung_1003392.jsp

 

Insolvenzantragspflicht ausgesetzt

Für einen Zeitraum bis zum 30.09.2020 soll die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt werden. Voraussetzung für die Aussetzung soll sein, dass der Insolvenzgrund auf den Auswirkungen der Corona-Epidemie beruht und dass aufgrund einer Beantragung öffentlicher Hilfen bzw. ernsthafter Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen eines Antragspflichtigen begründete Aussichten auf Sanierung bestehen.

Quelle: https://www.bmjv.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/031620_Insolvenzantragspflicht.html

 

Grundsicherung für Unternehmerinnen und Unternehmer

Für viele Unternehmerinnen und Unternehmer ist die Corona-Soforthilfe genau das, was in ihrem Namen steckt: eine Soforthilfe bzw. eine kurzfristige Erleichterung der angespannten finanziellen Situation. Wenn die Corona-Krise noch länger andauert, werden aber genau diese Unternehmen in einigen Wochen wieder vor dem gleichen Problem stehen wie heute. Förderkredite sind nicht immer eine Option.

Daher möchten wir Sie an dieser Stelle frühzeitig darauf hinweisen, dass auch Selbstständige und Kleinunternehmer*innen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts einen Anspruch auf Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) haben können. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit: https://www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung